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Schneide
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Führungsleisten
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Für die Funktion aller Tiefbohrverfahren mit asymmetrischer Schneidenanordnung ist die Führung des Werkzeugs durch eine Dreipunktanlage in der Bohrung von elementarer Bedeutung. Mit mindestens zwei Führungsleisten und der ohne Freiwinkel geschliffenen Nebenschneide, der sogenannten Rundschliffase, stützt sich das Werkzeug in der von ihm selbst geschaffenen Bohrung ab.
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Zusätzlich zu der Führungsfunktion, verursacht durch die Übertragung von Zerspankraftkomponenten auf das Werkstück in der Schnittebene, glätten die Führungsleisten die Bohrungsoberfläche. Auf diese Weise entstehen die Tiefbohrungen mit der hohen Durchmesser- und Formtoleranzhaltigkeit. Die Bohrungsgüte, die Standzeit und insgesamt die Prozeßsicherheit des Tiefbohrvorgangs hängen wesentlich vom Zustand der Führungsleisten ab. Beim klassischen ELB-Tiefbohrwerkzeug mit Hartmetallkopf sind die Führungsleisten aus dem Material herausgearbeitet. Bei den kleineren bzw. einfacheren BTA-Bohrwerkzeugen sind die HM-Leisten in den Kopf eingelötet. Die meisten eingesetzten (größeren) Werkzeuge besitzen heute auswechselbare Leisten. Führungsleisten an Innenschälwerkzeugen haben eine andere Aufgabe, ihre Anordnung und Materialzusammensetzung weichen vom Vorgenannten ab.
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Bild: Auswechselbare Führungsleisten rechts: gelötete Leisten aus HM-Einsätzen mit Stahlgrundkörper links unten: Vollhartmetalleisten (z.T. beschichtet mit TIN)
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